Was ist Yoga?

Yoga – Meditation in Bewegung

In Europa verbindet man mit dem Begriff Yoga meist nur die körperlichen Übungen. Diese werden als Asanas  bezeichnet. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Yoga-Lehre.
Der klassische Yoga ist ein ganzheitliches Konzept zur Selbstentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung. Als Übungs- und Erfahrungsweg führt er den Menschen zu sich selbst und zu den tieferen Schichten seines Wesens, zu Kreativität, Freude und spirituellem Erleben.
Yoga bedeutet im Sanskrit – der klassischen Sprache Indiens – wörtlich  >>Joch<<  und im übertragenen Sinne >>Verbindung<<. Yoga bedeutet, Verbindung zu schaffen. Das Ziel ist, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und sich mit dem Göttlichen (im Selbst) zu verbinden.
Yoga ist eine der ältesten Wissenschaften, die sich mit dem Menschen in seiner Gesamtheit beschäftigen. Der Yoga ist als Übungsweg seit mindestens 3500 Jahren überliefert, ist aber wahrscheinlich noch viel älter. Einer der berühmten Texte, der den Weg des Yoga beschreibt, ist die Bhagavadgita. Dort werden Yogawege wie Karma-Yoga (das Yoga des aktiven, selbstlosen Tuns), Jnana-Yoga (Yoga der Erkenntnis) und Bhakti-Yoga (Weg der Hingabe an Gott) aufgezeigt. Der andere Text von überragender Bedeutung sind die Yoga-Sutras (Sutra = Leitfaden), die von dem Weisen Patanjali vor ca. 2000 Jahren verfasst wurden. Er begründete damit die systematische Wissenschaft des Yoga (Raja-Yoga), die bis heute aktuell geblieben ist.

Im Westen hat sich das Hatha Yoga, das körperliche Yoga, weit verbreitet. Dies ist auch der Weg, der in der Yogaschule Schule Steyerberg gelehrt wird.